Social Engineering
Manipulationsmethode, bei der Angreifer das menschliche Vertrauen ausnutzen, statt technische Sicherheitslücken zu suchen.
Social Engineering nutzt nicht technische Lücken, sondern menschliche Schwächen aus: Vertrauen, Hilfsbereitschaft, Zeitdruck, Respekt vor Autorität. Klassische Beispiele: CEO-Fraud, falsche Tech-Support-Anrufe, vorgetäuschte Notfälle.
Schutz: Klare interne Prozesse für sensible Aktionen (Überweisungen, Passwort-Resets) – und im Zweifel den Rückkanal über die offizielle Telefonnummer prüfen.
Warum das 2026 wichtig ist
Schweizer KMU sind 2026 das Hauptziel von CEO-Fraud: ein gefälschter Anruf der „Geschäftsführung" mit Voice-Cloning veranlasst eine dringende Überweisung. Der durchschnittliche Schaden pro Vorfall liegt laut NCSC bei rund CHF 80'000. Erfolgreich war 2026 trotz Sensibilisierung jeder vierte Versuch – fast immer wegen fehlender Vier-Augen-Regel.
So schützt du dich
Klare interne Prozesse: Bei jeder Zahlung über CHF 5'000 die Vier-Augen-Regel anwenden – mindestens eine zweite Person muss freigeben. Bei vermeintlichen Anrufen der Geschäftsführung mit dringender Bitte: auflegen und über die bekannte interne Nummer zurückrufen. Mitarbeiter-Schulungen mit echten Beispielen sind effektiver als Theorie.